Die Historie


Auszug aus der Ortsgeschichte


Das Dorf Emerfeld mit Weiler Warmtal

liegt am Südrand der Schwäbischen Alb, 750 m über dem Meer, 15 km westlich von Riedlingen und 16 km ostwärts von Gammertingen. Die Gemeinde hat 190 Einwohner auf 892 ha Markungsfläche. Unterhalb Warmtal erhebt sich als steil vorspringender Bergrücken die Alte Burg.
Hier war eine keltische Fliehburg von 340 m Länge und 70 m Breite, rings umgeben von einem heute noch bis 6 m tiefen Graben. An der Nordseite. wo der Berg in die Hochebene übergeht, befindet sich ein Querwall von 15 m Höhe und 14 m Dicke. In der Mitte der Anlage liegt das im Mai 1894 freigelegte Hünengrab, ein Grabhügel von ehedem 45 m Umfang und 2 m Höhe mit einer bis 3 m tiefen Grabkammer. Hier fand man Überreste von 6 Menschen, darunter die eines ungewöhnlich großen Mannes.

Laut Eintrag in einem alten Emerfelder Güterbuch stand auf der Alten Burg die Burg Pulvlingen, von der keinerlei Überreste vorhanden sind.

Zwischen der Alten Burg und dem heutigen Schloßberg liegt im Staatsforst der Hohe Fels, eine jetzt zugeschüttete vorchristliche Kultstätte.

Vom Schloßberg schaute einst die Burg Habsberg (nicht zu verwechseln mit Habsburg), eine große, mit Wall und Graben umgebene, den ganzen vulkanischen Bergkegel einnehmende Festungsanlage ins Land. Mit ihren beiden gewaltigen Vierecktürmen war sie Sitz der hochadeligen Habsberger (keine Beziehung zu den gleichnamigen spätmittelalterlichen Habsbergern).

Am 10. September 1133 weihte Bischof Ulrich von Konstanz die Emerfelder Pfarrkirche dem hl. Pankratius mit den Nebenpatronen Laurentius und Stephanus. Emerfeld ist die älteste selbständige Pfarrei im Oberamt Riedlingen und mit die älteste in ganz Oberschwaben. Nach dem Untergang der Habsberger - vermutlicher Tod des letzten Emerfelder Habsbergers am 26. Februar 1266 in der Schlacht bei Benevent - ging deren Besitz in viele und durch viele Hände. Aus dieser Zeit stammt das bis 31. Dezember 1968 bestehende Kondominat Warmtal, wobei Unterwarmtal zum ehemals zollerischen Langenenslingen, Kreis Sigmaringen, und Oberwarmtal zum ehemals fürstenbergischen Emerfeld, Kreis Saulgau, gehörte.

Mit dem Erlöschen des Geschlechts der Habsberger sank auch die Bedeutung Emerfelds, das einst aus zwei Dörfern bestand und Mittelpunkt der ganzen Umgegend war. Die ehemals stolze Veste Hapsperg, die lange unbewohnt stand, wurde 1610 abgebrochen und das Material nach Neufra an der Donau gefahren.

Entsprechend dem Landesentwicklungsplan, der Emerfeld als Erholungsgebiet ausweist, ist die Gemeinde bemüht, den Menschen aus der Stadt die herrliche Landschaft am südlichen Albrand zu erschließen. Sommerurlauber und Wintersportler weilen gern an diesem schönen Platz und bestimmen die kommende Entwicklung der Gemeinde mit. (Text: Dr. Hans Mauz, 7941 Emerfeld)

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